FAQ zum Terminal-Offline-Modus

Dieser Artikel enthält Leitlinien für Ihre Händler, die im Offline-Modus arbeiten. Wir empfehlen, dass Sie diese bei der Erstellung von Support-Dokumenten für Händler berücksichtigen.

Verfügbarkeit

  • Der Terminal-Offline-Modus ist global für iOS, Android, React SD und alle Lesegeräte von Stripe verfügbar.
  • Unterstützte Zahlungsmethoden:
    • Verfügbare card_present-Zahlungsmethoden
    • In Kanada wird Interac nicht als Offline-Zahlungsmethode akzeptiert
    • Reine EFTPOS-Karten werden nicht unterstützt und EFTPOS-Karten mit Co-Branding werden über das internationale System abgewickelt.
  • Kundinnen und Kunden können eine Karte oder ein NFC-basiertes Mobile Wallet einer unterstützten Kartenmarke vorlegen. Das Durchziehen von Karten ist nicht zulässig. Wenn Sie Zahlungen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) annehmen, müssen die Kundinnen und Kunden ihre Karte einführen und eine PIN eingeben.

Information über den Offline-Modus: Händler

Es ist zwar Ihre Entscheidung, ob Sie Ihre Händler über die Offline-Modus-Funktionen informieren, jedoch empfehlen wir dringend, dies über Ihre POS-Benutzeroberfläche und Dokumentation zu tun. Somit ist sichergestellt, dass sich Ihre Händler der damit verbundenen Risiken bewusst sind und wissen, dass sie sich erneut mit dem Internet verbinden müssen, sobald es wieder möglich ist. Alternative Anbieter mit Offline-Funktionen verwenden Mechanismen wie eine rote Statusleiste in der Nutzeroberfläche oder eine Anzeige der nicht erfassten Transaktionen, um auf den Offline-Netzwerkstatus hinzuweisen. Zudem müssen Händler sicherstellen, dass sie mit einem mobilen Terminal-Lesegerät verbunden sind, bevor sie mit dem Offline-Betrieb beginnen. Andernfalls können sie offline keine Zahlungen annehmen.

Bei der Implementierung haben wir darauf geachtet, dass der Offline-Betrieb so nah wie möglich an den Zahlungseinzug mit den mobilen Terminal-Lesegeräten herankommt und das Erlebnis für die Endkundinnen und -kunden nicht unter der fehlenden Internetverbindung leidet.

Information über den Offline-Modus: Kundinnen und Kunden

Wir empfehlen, dass Sie gegenüber Karteninhaberinnen/Karteninhabern nicht angeben, dass ein Händler offline ist. Aus Sicht der Karteninhaber/innen haben wir den Transaktionsvorgang so angepasst, dass angezeigt wird, ob die Zahlungsmethode einer Karteninhaberin oder eines Karteninhabers offline akzeptiert werden kann.

Offline-Betrieb

Was ist offline möglich?

Aus der Sicht eines Händlers ist die Zahlungsabwicklung ähnlich wie im Online-Betrieb. Einige Zahlungsfunktionen sind offline nicht verfügbar:

  • Schrittweise und erweiterte Autorisierungen
  • Speichern einer Karte zur späteren Verwendung
  • Erstattung einer Offline-Transaktion
  • Gedruckte Zahlungsbelege mit sämtlichen Details

Wie kann ich das Ablehnungsrisiko im Offline-Betrieb reduzieren?

Im Offline-Betrieb tragen Ihre Händler das vollständige Ablehnungsrisiko der Transaktion. Das bedeutet: Wenn die ausstellende Bank die Transaktion abgelehnt hat, nachdem diese an die Bank weitergeleitet wurde, gibt es keine Möglichkeit, die Gelder zurückzuerhalten. Wir empfehlen Ihnen die folgenden Maßnahmen, um sich vor Ablehnungen zu schützen:

  • Fordern Sie Ihre Händler auf, die Netzwerkverbindung so schnell wie möglich wiederherzustellen, damit die Zahlung an Stripe weitergeleitet werden kann.
  • Richten Sie interne Risikokontrollen und/oder Risikokontrollen für Händler ein, beispielsweise Transaktionslimits, die Offline-Transaktionen über einem bestimmten Wert fehlschlagen lassen. So könnten Händler zum Beispiel Transaktionen über einem Wert von 100 USD einschränken. Eine weitere Möglichkeit wäre die Einschränkung der Gesamtanzahl an Transaktionen, die offline verarbeitet werden können.

Fügen Sie bei der Umsetzung solcher Kontrollen Ihrer Dokumentation und Ihrer Point of Sale-Anwendung eine Nachricht hinzu, die Ihre Händler entsprechend informiert.

Stripe hat einen Höchstbetrag von 10.000 USD pro Offline-Transaktion eingeführt (umgerechnet in die lokale Währung).

Szenarien für die Kartenvorlage

Kundinnen und Kunden können eine Karte oder ein NFC-basiertes Mobile Wallet einer unterstützten Kartenmarke vorlegen. Das Durchziehen von Karten ist nicht zulässig. Wenn Sie Zahlungen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) annehmen, müssen die Kundinnen und Kunden ihre Karte einführen und eine PIN eingeben.

Was passiert, wenn ein Händler sein Gerät verliert?

Wenn das Gerät, mit dem Offline-Zahlungen eingezogen werden, verloren geht, gibt es keine Möglichkeit, die nicht synchronisierten Offline-Zahlungstransaktionen wiederherzustellen.

Was passiert, wenn ein Händler seine Anwendung deinstalliert?

Wird die POS-Anwendung mit nicht synchronisierten Offline-Zahlungen deinstalliert, verlieren Händler diese Transaktionen dauerhaft. Die Aktualisierung der Anwendung hat dagegen keine Auswirkungen auf nicht synchronisierte Offline-Transaktionen.

Kann ein Händler den Standort wechseln?

Ja. Wenn ein Händler von Standort A zu Standort B wechselt, können die Transaktionen bei wiederhergestellter Verbindung noch immer hochgeladen werden.

Was passiert, wenn ein Händler sein Lesegerät verliert?

Wenn ein Händler sein Lesegerät verliert, können die Transaktionen bei wiederhergestellter Verbindung noch immer hochgeladen werden.

Was ist, wenn das Lesegerät aufgrund von Manipulationen nicht funktioniert/reagiert?

Im Offline-Betrieb tragen Ihre Händler das gesamte Risiko in Verbindung mit dem Speichern und Abrufen gespeicherter Offline-Transaktionen. Auch in einem manipulierten Zustand werden die auf dem Lesegerät gespeicherten Zahlungen nach Wiederherstellung der Internetverbindung an Stripe weitergeleitet, zumindest solange, bis das Gerät nicht mehr authentifiziert ist. Ab diesem Zeitpunkt kann das POS das Lesegerät nicht mehr aktivieren. In einem typischen Fall haben Nutzer/innen ca. 30 Tage nach der Manipulation Zeit, die Internetverbindung wiederherzustellen und die Zahlungen weiterzuleiten. Wenden Sie sich bitte an den Support, um ein neues Lesegerät zu erhalten.

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